Drei Schritte zur paradoxen Intentionsbildung

  1. Unerwünschtes Denken, Fühlen, Verhalten bestimmen. Das unerwünschte Denken, Fühlen oder Verhalten wird konkret bestimmt. Das können z. B. Misserfolgsgedanken („Das schaffe ich nicht“), Wut und Ärger dem Chef gegenüber oder Zuspätkommen sein.
  2. Paradoxe Absicht formulieren. Die paradoxe Absicht wird so formuliert, dass sie genau auf das abzielt, was unerwünscht ist. Zudem wird das Unerwünschte deutlich übertrieben. Beispiele: „Bei schwierigen Aufgaben denke ich sofort und unablässig an mein Mantra: Das schaffe ich nicht.“ Oder: „Wenn mir mein Chef wieder zu viel Arbeit aufhalst, koche ich sofort innerlich vor Wut und versuche alles, damit meine Wut möglichst lange anhält.“ Man kann sich dieses Vorhaben gleich aufschreiben und vorsprechen, damit es einem noch klarer wird und man auch ausgiebig darüber schmunzeln kann.
  3. Umsetzung festlegen. Schließlich sollte man sich noch die konkreten Situationen überlegen, in denen man die paradoxe Absicht anwenden will – z. B. am nächsten Tag nach der Projektübergabe oder bei der nächsten Teambesprechung.

Damit lassen sich die aufrechterhaltenden Bedingungen für unerwünschtes Denken oder Tun untergraben. Vielleicht klingen nicht sofort die „Symptome“ ab, aber man denkt mehr über seine Gewohnheiten nach. Und man kann sich und seine Situation entspannter betrachten und darüber lachen. Quelle: Wirtschaftspsychologie-aktuell.de

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