Fünf Symptome einer ‚Emotionalen Vergiftung‘ und die Folgen

Verletzungen, Ärger, das Bedürfnis einfach alles hinzuwerfen. Von einer Sekunde auf die andere von Interesse zu Gleichgültigkeit. Ein ständiges auf und ab der Gefühle, Gefühlseinbrüche in den ungewöhnlichsten Momenten. Ambivalenzen begleiten das  (Er)Leben. Reaktionen auf ganz alltägliche Situationen wirken unangemessen. Wie in einer Problemtrance wird nur noch der Tunnel wahrgenommen, ohne Licht am Ende …  Wird das tägliche Erleben von großen emotionalen Belastungen begleitet, die die oben beschriebenen Begleitumstände mit sich bringen, spricht die Psychologie von emotionaler Vergiftung.

1. Die Wahrnehmung verändert sich

Jede Wahrnehmung ist vor allem emotional besetzt. Es fällt schwer auf die Sachebene zu gehen und rationalen Argumenten gegenüber offen zu sein. Nervosität, Ungeduld und emotionale Labilität führen zu unangemessenen Reaktionen gegenüber Kollegen.

2. Die Unsicherheiten werden größer

Unsicherheiten nehmen zu. Das Gefühl nur noch zu reagieren und nicht mehr zu agieren dominiert. Das Selbstwertgefühl wird zunehmend geschwächt und das Gefühl von schneller Verletzlichkeit macht sich breit. Energie geht immer mehr verloren, sich zu etwas zu motivieren, was früher großen Spaß gemacht hat, fällt schwer. Ziele werden aus den Augen verloren, scheinen unerreichbar. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten geht verloren.

3. Die emotionale Blockade

Das Reagieren unter emotionaler Federführung beschränkt die Fähigkeit, zu kommunizieren und sich auf eine Veränderung einzulassen. Soziale Kompetenzen und zwischenmenschliche Ressourcen (z. B. Empathievermögen) werden stark eingeschränkt und stehen nicht mehr im vollen Umfang zur Verfügung. Die Regulierung von Impulsen zum Beispiel bei Frustrationen nimmt ab, unter Ärger werden Dinge getan und gesagt, die schwerwiegende Folgen haben können. Ein Erleben wie fremdgesteuert, nicht mehr „Du selbst zu sein“, macht sich breit.

4. Emotionales Vergiftung verhindert die Veränderung

Ängste nehmen zu und ein Gefühl von Sinnlosigkeit, Perspektivlosigkeit und Leere macht sich breit. Für eine Veränderung fehlt die Kraft, auch wenn gesehen wird, dass das Beibehalten der momentanen Situation sich weiter schädlich auswirkt.

5. Dysfunktionales Denken

Emotionale Vergiftung führt schließlich dazu, dass das Denken sich verändert. Aus Beobachtungen werden negative Schlüsse gezogen, anderen Menschen wird „Böses“ unterstellt oder die Phantasie, jeder könnte das eigene Versagen sehen und bewerten, wird mächtig. Diese Schlussfolgerungen verstärken schließlich das Phänomen der emotionalen Vergiftung.

Ein psychoanalytisch orientiertes Coaching kann Sie darin unterstützen, eine „Entgiftungskur“ durchzuführen. Einen Weg aus der Problemtrance zu entdecken und zu alten Kräften und Ressourcen zurückzufinden.

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